„Die machen wir rund“ – Gegen unfaire Benotung im G8

Der Landesschülerrat und speziell die Landesschülersprecher der Gymnasien Michael Kastner und David Rappenglück forden stellvertretend für alle bayerischen Gymnasiasten das Runden der kleinen Leistungsnachweise im G8! Frei nach dem Motto „Die machen wir rund“ – Gegen unfaire Benotung im G8!

Mit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums (G8) hat sich die Situation der Abiturienten in Bayern deutlich verschlechtert. Wir reden hier aber nicht von Alltag, Stoff oder Hausaufgaben: Nein, bei gleichen Leistungen erhalten die Schüler schlechtere Noten als im neunjährigen Gymnasium (G9).

Während man in der Kollegstufe des G9 die mündlichen Noten gerundet hat, bevor sie mit der Schulaufgabe zu einer Zeugnisnote verrechnet wurden, fällt im G8 dieses Runden weg. Dies führt dazu, dass bei ca. 25 % aller möglichen Notenverhältnisse im G8 eine schlechtere Zeugnisnote entsteht als im G9.

Zudem werden große und kleine Leistungsnachweise (schriftliche und mündliche Noten) im Verhältnis 1:1 verrechnet.

Stellt man G8- und G9-Berechnungsschlüssel gegenüber, ist der Anteil der Leistungen, die sich nach aktueller Regelung verschlechtern, um 9 Prozentpunkte größer als im Vergleich zu denjenigen, die sich verbessern.

Erreicht ein Schüler z.B. 14 Punkte in der Schulaufgabe und 14 Punkte in einer Ausfrage, könnte er noch unendlich oft 15 Punkte erhalten; seine Zeugnisnote würden max. 14 Punkte ausmachen.

Landesschülersprecher Michael Kastner und David Rappenglück

Daher richten wir uns mit einer Petition an den Bayerischen Landtag und fordern diesen auf, die Regelung zu ändern und so das vorherige Runden der kleinen Leistungsnachweise wieder einzuführen.

Die ausformulierte Petition wird demnächst veröffentlicht und wird unterstzützt von vielen anderen Organisationen.