Landesschülerrat stellt sich Kultusminister Spaenle vor

Der Landesschülerrat stellte, im Rahmen eines Kennenlernfrühstücks, dem bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle seine Projektfortführung von „Mobben stoppen“ mit der Schwerpunktsergänzung „Mobben stoppen – Werte stärken“ vor. Hierbei geht es den bayerischen Schülervertretern vor allem darum, dass Wertebewusstsein und Werteerziehung wieder stärker in den Vordergrund des schulischen Alltags rücken. Minister Spaenle bedankte sich bei den Schülern, dass sie dieses überaus wichtige Thema in den Fokus ihrer Arbeit rücken wollen und zeigte sich be-eindruckt von der großen Breitenwirkung dieses Projekts. Er möchte den Landesschülerrat hierbei gerne unterstützen und erklärte sich erneut bereit, die Schirmherrschaft hiervon zu übernehmen.

Der Landesschülerrat stellte klar, dass er hinter dem bayerischen differenzierten Schulsystem stünde, vielmehr sei es eine Notwendigkeit, dass einige gut gedachte Reformen nun auch durch einen umfas-senden Monitoringprozess weiter verbessert werden, damit diese zu einem wirklichen Vorteil für dieSchüler weiterentwickelt werden können, denn im Mittelpunkt jeglicher bildungspolitischen Debatten muss immer der einzelne Schüler stehen. Clara König, Sprecherin der Gymnasien fügte beispiels-weise an: „Für das P-Seminar an den Gymnasien ist aus unserer Sicht ein besseres Qualitätsmanagement notwendig. Wir brauchen einheitliche Standards und Anforderungen, die nicht von Seminar zu Seminar schwanken dürfen.“

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Weitere Themen waren die Verstärkung von Englisch an den Mittelschulen, eine intensivere Begleitung von Förderschülern beim Berufseinstieg, sowie die Forderung nach mehr bilingualem Unterricht an Realschulen.

Ein wichtiges Anliegen war den Schülern auch, dass das Notensystem an allen weiterführenden Schu-len auf das Punktesystem der gymnasialen Oberstufe umgestellt wird. „Hauptvorteil ist unserer Ansicht nach, dass dadurch eine differenziertere Benotung möglich ist. So könnte man künftig auch eine zwei plus im Zeugnis ausweisen. Aus Schülersicht ist uns wichtig gerecht und umfassend benotet zu werden und das wäre ein weiterer Schritt dorthin.“ stellte Pressesprecher Timo Greger klar heraus. Auch die derzeitige Lehrmethode des phonetischen Schreibens an bayerischen Grundschulen wurde diskutiert, um Minister Dr. Spaenle die Position des Landesschülerrates zu verdeutlichen. Staatsminister Dr. Spaenle erklärte hierzu, dass dieses Thema im Laufe dieses Herbstes diskutiert wird, wobei verschiedenste Experten dazu angehört werden und Anfang 2014 wird eine Entscheidung getroffen.
Abschließend hob Kultusminister Spaenle die Bedeutung dieses Gremiums noch einmal hervor und bedankte sich für den intensiven Austausch. „Ich danke Ihnen für Ihr beachtliches Engagement, das Sie für Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler aufbringen. Ich bin beeindruckt von der Vielfalt Ihrer Aktivitäten“ sagte der Minister.