Stundentafelreform FOS / BOS

Zur Stundentafelreform der beruflichen Oberschulen (FOS / BOS) hat der bayerische Landesschülerrat heute seine Stellungnahme vervollständigt, welche im Zuge des weiteren Verfahrens auch an Kultusminister Ludwig Spaenle weitergereicht wird.
In einem beispiellosem Prozess haben die Schüler von FOS/BOS ihre interessen vertreten. So konnten auf Klassensprecherversammlungen, Bezirksaussprachetagungen und Landesschülerkonferenzen in den vergangen zwei Jahren die Positionen der bayerischen Schüler demokratisch und erfolgreich ermittelt werden.
Für einige dieser Punkte konnten bereits Lehrer, Eltern und Verbandsvertreter gewonnen werden. Dennoch sehen wir den Diskurs noch nicht als abgeschlossen!

Wichtigste Eckpunkte aus Sicht der Schüler müssen sein:

– Schaffung eines Wahlpflichtbereiches zur individuellen und neigungsspezifischen Studien- und Berufsvorbereitung
– Keine dogmatisierung der Ausbildungsrichtungen als unwiderrufliches Pflichtprogramm zum Erhalt der Fachochschulreife
– Stärkere Förderung der klassischen naturwissenschaftlichen Bildung
– Abschaffung von künstlichen Fachkonglomeraten ohne dafür ausgebildete Lehrer und nachhaltigen Inhalt
– Angleichung der Mathematikabiturprüfung im Technik- und Nichttechnikbereich
– Gleiche Fächer- und Stundenzahl in allen Zweigen, als Grundlage der NC – Berechnung
– Loslösung von alten Denkweisen und studienrelevante Bildungsvermittlung, als Stärkung des Erfolgsmodels berufliche Oberschule
– Kein herabsenken der qualitativ hochwertigen Ausbildung an FOS / BOS
– Steigerung der Attraktivität der Ausbildungsrichtung Technik, als Chance zur MINT – Förderung

Keine Veränderung des Systems der beruflichen Oberschulen, aber eine Verbesserung der vermittelten Bildung und der Studierfähigkeit!