Flucht und Vertreibung – Treffen mit Obaid in Schweinfurt

Am Donnerstag trafen sich Matthias, Filippos und Marcel mit dem afghanischen Schüler Obaid, dessen Antrag auf Asyl abgelehnt wurde, obwohl er sich mehr und mehr als Musterbeispiel für gelungene Integration erweist. Angesichts dieses Desasters droht ihm nun die Abschiebung in sein angeblich sicheres Heimatland, was ihm die tägliche Konzentration in der Schule natürlich nahezu unmöglich gestaltet. Obaid, den wir als sehr freundlichen und aufgeschlossenen jungen Menschen kennen lernten, erzählte uns seine Geschichte, vom Beginn der Flucht bis zu unserem Besuch am Donnerstag, von Dingen die ihm Kraft geben und von seinen Ängsten.

Abschließend offenbarte er uns seinen Wunsch, eines Tages gemeinsam mit seiner Familie in Deutschland leben, seinen Abschluss machen und Arzt werden zu können. Ebenso wünschte er allen, die unter Flucht und Vertreibung leiden, eines Tages in Frieden in einem freien Land leben zu können.

Mit von der Partie war außerdem noch Vicy, eine Schülerin der FOS Schweinfurt, die sich mit dem Start einer Petition für Obaid eingesetzt und auf der Suche nach Unterstützung an den LSR gewendet hat. Auch sie wünscht sich einen guten Ausgang für alle Flüchtlinge und mehr Aufmerksamkeit für deren aktuelle Situation.

Die Landesschülerkonferenz hat sich am vergangenen Dienstag eindeutig gegen die Abschiebung von Schülern und Auszubildenden ausgesprochen, daher freuen wir uns sehr, dass wir Obaid und Vicy kennen lernen durften und bedanken uns herzlich für ihre Zeit und Engagement.