Nicht dieselben Fehler machen – neu gewählter Landesschülerrat fordert vorausschauende Corona-Politik bei Omikron

Anfang Dezember wurde im Rahmen der Landesschülerkonferenz der neue Landesschülerrat bestehend aus den Landesschülersprecher*innen und deren Stellvertreter*innen aller weiterführenden bayerischen Schularten gewählt. Seit Mitte Dezember ist er nun offiziell im Amt und führt die Arbeit der Vorgänger*innen fort. Ziel ist es, den Schüler*innen Bayerns eine starke Stimme zu geben und deren Interessen bestmöglich zu vertreten.

München – Die Lage der Pandemie verschärft sich massiv, die Krankenhausampel steht in  Bayern auf rot und auch der Bund beschließt neue Maßnahmen angesichts der sich  schnell verbreitenden Virusvariante „Omikron“. Nichtsdestotrotz hält Bayerns Kultusministerium bisher am Plan, die Schulen offen zu halten, fest. 

„Gesundheit und Lernfortschritt dürfen nicht gegeneinander auf die Waagschale gelegt werden. Die Schülerschaft braucht eine Politik, die Sicherheit gibt und in der unsere Gesundheit hohe Priorität hat“, sagt Fabia Klein, Pressesprecherin des Landesschülerrats.

Der Landesschülerrat spricht sich für ein an die Pandemie angepasstes und vorausschauendes Handeln des Kultusministeriums aus, das keine Option im Vorfeld kategorisch ausschließt. In Anbetracht der sich rasant verbreitenden Virusvariante „Omikron” und der Warnungen der Wissenschaft  ist es wichtig, präventiv und mit Vorsicht vorzugehen. Ferner wird es für notwendig gehalten, die pandemische Lage regelmäßig neu zu bewerten und situationsabhängig zu entscheiden.

Allgemein  begrüßt die Schülerschaft in günstigen pandemischen Lagen, die ein Arbeiten in Präsenz zulassen, selbstverständlich den Unterricht in voller Klassenstärke vor Ort und erachtet dies für die bestmögliche Form des Lernens. Dennoch sollte die Gesundheit der Schüler*innen in  Bayern oberste Priorität haben. Deshalb müssen Maßnahmen, die den Schutz der Gesundheit der bayerischen Schüler*innen zum Ziel haben, wie beispielsweise auch der Distanzunterricht, unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in Betracht gezogen und situationsabhängig eingesetzt werden.

Viele Schüler*innen und Lehrer*innen kommen im Rahmen der Pandemie an ihre Grenzen und auch der psychische Druck, der durch die Ungewissheit über Omikron sowie steigende Fallzahlen ausgelöst wird, belastet die gesamte Schulfamilie. 

Der Landesschülerrat spricht sich dafür aus, Lernen auf Distanz nicht vollständig auszuschließen und begrüßt die von Ministerpräsident Söder angekündigte Testpflicht für geimpfte Schüler*innen. 

„Wir müssen jetzt Lösungen finden und aus den vergangenen zwei Jahren lernen. Dafür braucht es den Dialog mit Lehrer*innen und Schüler*innen, um einen sicheren und zugleich produktiven Unterricht zu ermöglichen. Des Weiteren bedarf es einer besseren Unterstützung und Vorbereitung der Schulen, um für einen möglichen Distanzunterricht oder sonstige Einschränkungen des Schulalltags gerüstet zu sein. Dies umfasst auch das Voranschreiten der Digitalisierung an bayerischen Schulen, um einen sinnvollen Unterricht gewährleisten zu können. Das ist die Herausforderung, der wir uns stellen müssen“, so Klein. 

Bei Fragen steht Ihnen auch unsere Pressesprecherin Fabia Klein (presse@lsr.bayern) zur Verfügung.