Neue pandemische Lage bedarf Anpassungen in Bezug auf Quarantäneregelungen und Lernbedingungen

In Anbetracht der steigenden Infektionszahlen unter Schüler*innen, äußert sich der bayerische Landesschülerrat besorgt. Die jüngsten Änderungen schaffen keine Sicherheit und auch die Lernbedingungen leiden.

München – Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens äußert sich der bayerische Landesschülerrat besorgt über die Änderungen der Quarantäneregelungen und fordert Anpassungen an die aktuelle pandemische Lage.

Für den Landesschülerrat hat der Gesundheits- und Infektionsschutz der bayerischen Schülerschaft höchste Priorität. Die neuen Änderungen der Quarantäneregelungen sind daher als kritisch zu bewerten, da sie aus der Sicht des bayerischen Landesschülerrats die Bekämpfung des Infektionsgeschehens an bayerischen Schulen erschweren.

„Die neuen Maßnahmen befeuern Unsicherheiten in den bayerischen Schulen. Es ist an der Zeit Verantwortung zu übernehmen und den Kindern die Sicherheit zu geben, die sie brauchen!“ Fabia Klein; Pressesprecherin des Landesschülerrats.

Die Entscheidung über Schüler*innen die in Quarantäne gehen sollen, wird derzeit auf die ohnehin überlasteten Gesundheitsämter ausgelagert, was zu enormen zeitlichen Verzögerungen führt. Das erschwert die Kontaktnachverfolgung an den bayerischen Schulen massiv, wodurch der bayerische Landesschülerrat die Sicherheit der Schüler*innen nicht gewährleistet sieht. Dazu trägt auch bei, dass auch die Schnelltests eine teils geringe Sensitivität aufweisen, wodurch einige Infektionen unerkannt bleiben.

Der bayerische Landesschülerrat fordert deshalb eine Anpassung der Quarantäneregelungen, und appelliert aufgrund der steigenden Unsicherheit an die Politik, auch langfristig zu planen, wie zum Beispiel durch einen Ausbau der PCR-Pooltests für alle Jahrgangsstufen.

Um Unsicherheiten zu vermindern, erachten wir zudem eine FFP2-Maskenpflicht mit Ausnahmen bei längeren Prüfungssituationen mindestens in den Jahrgangsstufen 10-12/13, resultierend aus den lokalen Inzidenzen, für sinnvoll. Um langfristig die Fallzahlen in den Schulen niedrig zu halten ist solch eine Sicherheitsvorkehrung unabdingbar.

Des Weiteren müssen auch die Lernbedingungen der aktuellen pandemischen Lage angepasst werden. Bis heute haben Schüler*innen kein Recht auf Distanzunterricht und den zahlreichen Schüler*innen, die in Quarantäne sind, werden häufig keine Angebote für das Lernen von zu Hause aus, wie das Streaming der Unterrichtsstunden oder der Zugang zu den Materialien, ermöglicht. Nachdem die Prüfungen, insbesondere die Abschlussprüfungen, unverändert bestehen bleiben und bisher auch keine Entspannung der Lage absehbar ist, führt daran kein Weg mehr vorbei. Dass die Internetverbindung zahlreicher Schulen dem aktuell noch nicht standhält, ist ein weiteres Problem das dringend und schnellstmöglich angegangen und gelöst werden muss.

Darüber hinaus appelliert der Landesschülerrat, in Bezug auf Leistungserhebungen und etwaige Anpassungen, so bald wie möglich klare Aussagen zu treffen, um den Schüler*innen mehr Sicherheit zu geben.