Plenartagung der Bundesschülerkonferenz 2022 Saarbrücken

Nicht nur auf Landes-, sondern auch auf Bundesebene engagiert sich der Landesschülerrat bildungspolitisch. Die Bundesschülerkonferenz (BSK) ist die ständige Konferenz der Landesschülervertretungen der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Sie hat das Ziel einer gemeinsamen Meinungs- und Willensbildung sowie der Vertretung gemeinsamer Anliegen.

Jede Landesschülervertretung ernennt hierfür Delegierte aus ihrer Mitte. Diese Delegation vertritt daraufhin die Interessen der Schüler*innen aus dem jeweiligen Bundesland in der Bundesschülerkonferenz.

Plenartagung 2022 Saarbrücken

Zuletzt bestand die Möglichkeit der Partizipation vom 10. bis 13.03.2022. An jenem Wochenende fuhr ich, Attila Kachelmann, als Delegierter des Landesschülerrats Bayern zur Plenartagung der Bundesschülerkonferenz nach Saarbrücken. 

Beratung und Abstimmung der bayerischen Anträge auf der Plenartagung

Der Rahmen der Plenartagung lässt eine Vielzahl an programmatischer Arbeit zu. In der Antragsphase konnten beispielsweise drei bayerische Anträge einen Konsens erzielen und wurden somit angenommen. Neben der Einführung eines obligatorischen Studienfaches zum Thema Antirassismus und Antidiskriminierung im Lehramtsstudium, bestehen die Forderungen darin, die politische Bildung an Schulen zu intensivieren sowie eine inhaltliche und differenzierte Aufklärung zu aktuellen Kriegs- und Krisensituationen zu gewährleisten. Aus aktuellem Anlass eines Krieges in Europa, sollen außerdem vermehrt Gespräche mit Schulpsycholog*innen und Jugendsozialarbeiter*innen ermöglicht werden. Des Weiteren wird im Moment über einen bayerischen Antrag bezüglich der Digitalisierung an Schulen von den Mitgliedsländern abgestimmt. Mit diesen Positionen konnte sich der Landesschülerrat Bayern programmatisch sehr überzeugend in der Bundesschülerkonferenz einbringen und die überregionalen bildungspolitischen Positionen der Mitgliedsländer aktiv mitgestalten.

Ebenso erarbeitete die BSK einen Aktionsplan bezüglich der Gesundheit an Schulen. Neben der innovativeren Gestaltung des Sportunterrichts fordert die BSK eine Neuorientierung der Lehrpläne in Bezug auf Diversität. Im Anbetracht der während der Pandemie gestiegenen psychischen Auffälligkeiten bei Schüler*innen, muss den Lernenden schon früh Stressprävention und Stressmanagement an Schulen nähergebracht werden und auch in der Gestaltung des Schulalltags ein elementarer Bestandteil sein. Der letzte Aspekt des Aktionsplans besteht darin, qualitativ hochwertiges Essen an Schulen stark zu subventionieren. Unter anderem sollen vegetarische und vegane Gerichte billiger sein als Fleischgerichte, um eine ausgewogene Ernährung gewährleisten zu können.

Vortrag von Herrn Oskar Dawo

Neben der programmatischen Arbeit bot die Plenartagung ein breites Angebot an Informationen und Begegnungsmöglichkeiten. Es wurden Referenten eingeladen, die den Delegierten hilfreichen Input zur inhaltlichen Ausgestaltung des Aktionsplans geben konnten. Außerdem bot die Plenartagung nicht nur die Möglichkeit in den Austausch mit Delegierten aus anderen Bundesländern zu treten, sondern auch mit Politiker*innen. Hierfür wurden zwei Paneldiskussionen veranstaltet, an denen Politiker*innen aus der Bildungspolitik die von den Delegierten gestellten Fragen diskutierten. Besonders gewinnbringend war hierbei der Austausch mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger.

Von links: Oliver Sachsze (Finanzkoordinator BSK), Bettina Stark-Watzinger (Bundesministerin für Bildung und Forschung), Attila Kachelmann (Bundesdelegierter Bayern), Anton Fischer (ehemaliges Mitglied aus Mecklenburg Vorpommern)

Bericht: Attila Kachelmann (stellv. Landesschülersprecher FOSBOS 21/22, Bundesdelegierter)

Fotos: Anton Fischer